Newsletter Mai 2019
 

Sehr geehrte Damen und Herren

Gerne informieren wir Sie in diesem Newsletter über Reise- und Transportkosten während Behandlungsdauer / Arbeitsausfälle bei Therapien.

 

Reise- und Transportkosten während Behandlungsdauer / Arbeitsausfälle bei Therapien

Nach einem Unfallereignis ist die zeitnahe, eventuell notfallmässige, medizinische Behandlung die Folge. Bei einem «eindeutigen» Unfall klärt sich die Frage der Kostenübernahme des Unfallversicherers rasch. Bei Arbeitnehmenden ist der Kostenträger der obligatorische Unfallversicherer (private Versicherungsgesellschaft oder die SUVA).

Allenfalls verbringt man einige Zeit als Patient im Spital und falls nötig im Anschluss noch in einer Reha-Klinik für den Wiederaufbau des Körpers und dessen Leistungsfähigkeit.

Bald freut man sich über die Rückkehr nach Hause, wobei die Behandlung allenfalls noch nicht abgeschlossen ist. Eine Verletzung benötigt oft weitere, verordnete Behandlungen durch einen Spezialisten oder eine entsprechende Physiotherapie. Hierbei entstehen Arbeitsausfälle und Kosten für den Weg zur Therapie.

Solche Kosten können sich, je nach Situation, in Kürze zu einer höheren Summe kumulieren. Zudem kommen diese Ausgaben oft unerwünscht, da weitere Mehrkosten und eine tiefere Lohnzahlung zusätzlich Sorgen bereiten.

Gemäss der Ad-Hoc-Empfehlung Nr. 1/94 (Revision vom 29.06.2009) der UVG-Versicherer werden für den Weg in eine Therapie mit dem Privatauto pro Kilometer CHF 0.60 entschädigt.
Grundsätzlich wird dasjenige Transportmittel entschädigt, welches dem ökonomisch besten Verhältnis zwischen Aufwand und Kosten entspricht. So sollen in Städten und urbanen Regionen mit guter ÖV-Anbindung die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden. In ländlichen Regionen macht die Nutzung eines Autos allenfalls mehr Sinn. Eine weitere Rolle spielt die Art der Verletzung bzw. die Einschränkung ein Fahrzeug lenken zu können.

Damit die Kosten übernommen werden können, sind folgende Angaben notwendig:

  • Datum
  • Abfahrtsort (z.B. Arbeitsplatz, Zuhause)
  • Ankunftsort (z.B. Physiotherapie, Arzt, Spital etc.)
  • Uhrzeit (Abfahrt und Ankunft)
  • Anzahl Kilometer oder Preis für Ticket der ÖV
  • Referenz-Nummer der Gesellschaft
  • Bankverbindung für die Rückerstattung


Eine tabellarische Darstellung in elektronischer Form vereinfacht die Dokumentation und entsprechende Abrechnung. Zu beachten ist, dass auch der Rückweg zur Arbeit entschädigt wird, beziehungsweise der direkte Nachhauseweg.

Sollte eine begründete Begleitung einer Drittperson notwendig sein, können die Fahr-/Transportspesen auch für diese Person übernommen werden. Hinzu kommen allfällige Verpflegungs- und Übernachtungskosten, welche sowohl für die versicherte Person als auch für die Begleitperson erbracht werden.

Obwohl das UVG nicht an den Arbeitsausfall, sondern an die Arbeitsunfähigkeit anknüpft, ersetzten die UVG-Versicherer grössere Arbeitsausfälle (mehrere Serien mit jeweils erheblichem zeitlichen Aufwand) wegen ärztlich verschriebener Therapien zu 80% (wie beim Taggeld). Der Anspruch wird mit einer Aufstellung über den therapiebedingten Arbeitsausfall auf dem gleichen Weg wie das Taggeld geltend gemacht und direkt an den Arbeitgeber entschädigt.

Es ist wichtig, die Kostenübernahme vorgängig mit der Unfallversicherung zu klären und eine schriftliche Kostengutsprache zu verlangen.


Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Freundliche Grüsse
Arbenz + Partner AG
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