Aktuelles per 2021
 

Geschätzte Kundinnen und Kunden

Gerne bedienen wir Sie in diesem Newsletter mit Tipps zu den bevorstehenden Lohndeklarationen sowie mit Informationen zu weiteren aktuellen Themen.

 

1. Lohndeklarationen Personenversicherung (UVG, UVG-Zusatz, Krankentaggeld)

Die Lohndeklarationen für das Jahr 2020 stehen vor der Tür. Wir verschaffen Ihnen nachfolgend einen Überblick und empfehlen, worauf Sie dabei zu achten haben. Bitte berücksichtigen Sie auf jeden Fall auch die gesellschaftsspezifischen Hinweise und Merkblätter, welche Sie als Beilage zur Lohndeklaration erhalten.

Einheitliches Lohnmeldeverfahren (ELM)
Das Einheitliche Lohnmeldeverfahren (ELM) ist der schweizerische Standard für die elektronische Übermittlung der Lohndaten. Mit ELM können Sie Ihre Lohnsummen via Internet an alle Lohndatenempfänger (wie KTG, UVG, und AHV) bekanntgeben. Das Verfahren ist einfach gehalten, per Mausklick erledigen Sie die jährliche Übermittlung der Daten.
Links für Zusatzinformationen: kmu.admin.ch, swissdec.ch

Damit Sie die Löhne online übermitteln können, benötigen Sie ein entsprechendes Profil von Ihrem Versicherer. Bei vielen Anbietern können Sie dieses direkt auf der Internetseite selber erstellen lassen. Gerne beraten wir Sie, wenn Sie Unterstützung für die entsprechenden Zugangsdaten benötigen.
Für Kundinnen und Kunden, die ELM bereits nutzen, erhalten mit der Einladung zur Deklaration in der Regel die entsprechenden Zugangsdaten zum Netzwerk des betreffenden Anbieters.

 

2. Prämiendeklarationen - besonderer Hinweis betreffend Kurzarbeitsentschädigung

Bei der Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung ist auf die korrekte Verarbeitung im Lohnbuchhaltungssystem besonders zu achten, denn auch während der Kurzarbeit sind die gesetzlichen und vertraglich vereinbarten Sozialversicherungsbeiträge weiterhin auf dem vollen (=normalen) Lohn zu bezahlen. Es betrifft dies nebst AHV/IV/EO/ALV/FAK-Beiträge auch Unfallversicherungs- und Krankentaggeldbeiträge sowie Beiträge an die Berufliche Vorsorge.

Aufbauend auf diesen Vorgaben ist bei sämtlichen Lohndeklarationen zu berücksichtigen, dass grundsätzlich vom gesetzlichen, vollen, vereinbarten AHV-Lohn, siehe auch https://www.ahv-iv.ch/p/2.01.d,  auszugehen ist.

 

3. Fristen für die Abgabe der Deklarationen

Die Fristen zur Einreichung der Deklarationen variieren je nach Versicherungsgesellschaft. Massgebend ist der Hinweis auf den jeweiligen Informationsschreiben.

Nach Verstreichen einer Erinnerungsfrist wird durch die Gesellschaft eine Einschätzung vorgenommen, hierbei wird ein pauschaler Aufschlag auf die zuletzt gemeldete Lohnsumme vorgenommen. Bitte vermeiden Sie Umtriebsgebühren und Kostenzuschläge durch die termingerechte Deklaration.

 

4. Vaterschaftsurlaub

Anlässlich der Volksabstimmung vom vergangenen September wurde die Vorlage für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub angenommen. Dementsprechend können Väter innerhalb von sechs Monaten ab Geburt eines Kindes zwei Wochen bezahlten Urlaub beziehen. Finanziert wird dieser Urlaub wie die Mutterschaftsentschädigung über die Erwerbsersatzordnung (EO). Die Änderung tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Zur Finanzierung des Vaterschaftsurlaubs wird der EO-Beitragssatz von 0,45 auf 0,5 Prozent erhöht. Details finden Sie hier: Admin - Vaterschaftsurlaub 01.01.2021

 

5. Überblick Zahlen AHV/IV, Berufliche Vorsorge, Säule 3a ab 2021

Per 1. Januar 2021 wird die einfache maximale AHV/IV Rente erhöht. Dies hat auch Auswirkungen auf die Grundlagen der Beruflichen Vorsorge und der Säule 3a. Hier die neuen Zahlen im Überblick:

Maximale einfache AHV/IV-Rente (pro Jahr):   CHF 28'680.00
Minimale einfache AHV/IV-Rente (pro Jahr):   CHF 14'340.00
       
Maximal anrechenbarer BVG-Lohn:   CHF 86'040.00
Maximal versicherter BVG-Lohn:   CHF 60'945.00
Minimal versicherter BVG-Lohn:   CHF 3'585.00
Eintrittsschwelle BVG:   CHF 21'510.00
BVG Mindestzinssatz 2021:     1.0%
       
Maximaler Betrag Säule 3a (Arbeitnehmer)   CHF 6'883.00
Maximaler Betrag Säule 3a (Selbständige)*   CHF 34'416.00

* 20 % des jährlichen Erwerbseinkommens

 

6. Gesetzliche Anpassungen BVG per 1. Januar 2021

Freiwillige Weiterversicherung bei Kündigung durch den Arbeitgeber nach vollendetem
58. Altersjahr

Per 1. Januar 2021 tritt Art. 47a, BVG, in Kraft. Dies erlaubt es Versicherten in der bisherigen Vorsorge-einrichtung versichert zu bleiben, wenn sie nach Vollendung des 58. Altersjahres aus der obligatorischen Versicherung ausscheiden, weil das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber gekündigt wurde.

Neu dürfen diese Versicherten in der Vorsorgeeinrichtung verbleiben. Sie müssen die Risiko- und Kosten-beiträge auf jeden Fall zu 100% bezahlen. Die Versicherten sind gleichberechtigt wie die übrigen Versicherten der Pensionskasse, insbesondere bezüglich Zins, Umwandlungssatz und Einlagen durch den Arbeitgeber. Der Lohn vor der Kündigung ist massgebend für die Weiterversicherung. Das Vorsorgereglement wird automatisch per 1. Januar 2021 um diesen neuen Passus ergänzt. Dabei kann zudem der versicherte Lohn reduziert oder die Teilpensionierung geregelt werden. Wenn die Weiterversicherung mehr als 2 Jahre gedauert hat, so muss die Altersleistung in Rentenform bezogen werden. Die Weiterversicherung endet bei Tod, Invalidität, Eintritt in eine neue Vorsorgeeinrichtung (sofern mehr als 2/3 der Austrittsleistung übertragen wird), ordentlichem Pensionsalter (Frauen 64 / Männer 65), Kündigung durch den Versicherten (jederzeit möglich) und Kündigung durch die Pensionskasse (nur bei Beitragsausständen möglich). Massgebend ist immer das Vorsorgereglement der jeweiligen Pensionskasse, bei welcher der Arbeitgeber angeschlossen ist.

Rückzahlung Vorbezug für selbstgenutztes Wohneigentum bis vor Pensionierung möglich

Per 1. Januar 2021 werden die Art. 30d und 30e BVG ergänzt und in Kraft gesetzt. Dieser erlaubt es den Versicherten einen Vorbezug für Wohneigentum bis zur Entstehung des Anspruches auf Altersleistungen oder Eintritt eines Vorsorgefalles (Invalidität/Tod) zurückzubezahlen. Das heisst, bis zur vorzeitigen oder ordentlichen Pensionierung kann der Vorbezug für Wohneigentum zurückbezahlt werden. Die Anmerkung wird bei Rückzahlung oder bei Entstehung des Anspruches auf Altersleistung/Leistungsfall gelöscht.

BVG Beitragsbefreiung infolge Arbeitsunfähigkeit – Kündigung durch den Arbeitgeber
Bei der Austrittsmeldung einer nicht voll arbeitsfähigen Person muss auch im BVG die Sperrfrist gemäss Artikel 336c Abs. 1 lit. b OR berücksichtigt werden und als Austrittsdatum das Datum nach Ende der Sperr-frist, resp. das Datum am Ende des entsprechenden Monates (gemäss Art. 336c Abs. 2 OR verlängert sich dann das Arbeitsverhältnis jeweils bis zum entsprechenden Monatsende, es sei denn im Arbeitsvertrag wird dies anders geregelt) gemeldet werden. Damit kann sichergestellt werden, dass Sie als Arbeitgeber möglichst keine Nachteile im Zusammenhang mit der Leistungspflicht der Pensionskasse haben.


Gerne unterstützen wir Sie bei Ihren Vorhaben mit kompetenten Versicherungslösungen, wünschen Ihnen einen erfolgreichen Jahresendspurt, eine besinnliche Adventszeit und einen guten Start im 2021.

Bleiben Sie gesund – Freundliche Grüsse

Arbenz + Partner AG
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